WZ - Willich/Tönisvorst vom 14. Mai 2004

Hilfe von der Unternehmerschaft?

Mönchengladbach. Bei den Wirtschaftsgesprächen hat die Mönchengladbacher Oberbürgermeisterin Monika Bartsch die Unternehmerschaft aufgefordert, sich für den Gladbacher Flughafen einzusetzen und damit zu helfen, die Infrastruktur in der Region zu verbessern. Ein funktionierender Regionalflughafen habe das Potenzial, branchenübergreifende Wachtumsimpulse zu schaffen.

Antwort aus Willich in der gleichen Ausgabe:

"Schaden ist nicht zu bemessen"

Willich. "Die von Ihnen gewünschte Unterstützung des Vorhabens kann ich Ihnen nicht geben. Die Stadt Willich spricht sich gegen den Ausbau des Verkehrslandeplatzes Mönchengladbach aus."Zu diesem Fazit kommt Willichs Bürgermeister Josef Heyes in einem Brief an seine Mönchengladbacher Amtskollegin, Oberbürgermeisterin Monika Bartsch. Die CDU-Politikerin hatte Heyes schriftlich Vorteile des Ausbaus geschildert, die sich aus ihrer Sicht ergäben. Diesem Urteil will sich Heyes allerdings nicht anschließen.

Starke Belastungen für die Stadtteile Schiefbahn und Neersen führt Willichs Bürgermeister als Kritik ins Feld. Der gplanter Ferien-Charterbetrieb werde auch dazu führen, dass die Zahl der Geschäftsflüge von Firmen der Region abnehme.

Heyes erinnert daran, dass laut Planung in Neersen Kindergärten und Grundschulen in nur 100 m Höhe überflogen werden. In Schiefbahn-Knickelsdorf sei es kaum besser. Auch die Verwaltung im Schloss Neersen, Senioren-Begegnungsstätten und Wohngebiete seien dann massiver Lärmbelastung ausgesetzt. Und Schloss-Festspiele seinen unter diesen Bedingungen nicht mehr möglich. "Der immense Schaden ist nicht zu bemessen", so Josef Heyes in dem Brief.

Auch über den Stand des Einspruchverfahrens ist in der heutigen WZ zu lesen:

Fluglärmgegner auf gutem Weg

Willich. Jetzt machen die Anwohner richtig mobil: Beim "Bürgerverein gegen Fluglärm Stadt Willich" sind schon haufenweise Beschwerden angekommen. Die bisher eingegangenen Einwendungung zur gesammelten Weiterleitung an die Bezirksregierung überträfen alle Erwartungen des Vereins, so der Vorsitzende Ferdinand Lutter. Sowohl aus allen Teilen der Stadt Willich, wie aus Mönchengladbach, dem Kreis Neuss und sogar Hückelhoven lägen individuell geschriebene Einwendungen vor. "Wir möchten soviel wie möglich Einwendungen bekommen, damit wir deutlich machen können, dass der Neubau der Start- und Landebahn von den Betroffenen nicht widerstandslos hingenommen wird", sagt Ferdinand Lutter.